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MUT-TOUR 2016 Fahren gegen Depression

Die Medienagentur in Hemsbach

MUT-TOUR 2016 Fahren gegen Depression

MUT-TOUR 2016

Die MUT-TOUR ist wieder in Deutschland unterwegs. Deutschlands erstes Aktionsprogramm auf Rädern startete am Wochenende in der Rhein-Neckar-Region. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Depressionserfahrungen zusammenzubringen und gemeinsam in Bewegung zu sein. Dieses Jahr ging Initiator Sebastian Burger mit 52 Tandemfahrern in Heidelberg an den Start mit einem Zwischenstopp in Weinheim und Bensheim. Rund 7.300 Kilometer werden von insgesamt vier Teams zurückgelegt, zwei davon sind auf Rädern unterwegs, jeweils ein Team mit dem Kajak sowie eins mit zwei Eseln. Die dreimonatige Staffelfahrt endet am 3. September in Bremen. In über 70 Städten auf der Strecke sind Menschen mit – auch ohne Depressionen – eingeladen, auf Tagestouren mitzuradeln, mitzuwandern oder mitzupaddeln und damit ein Zeichen zu setzen. 2016 können sich erstmals auch Firmen- oder Vereinsteams kostenlos auf der Website der MUT-TOUR anmelden.

Entstigmatisierung von Depression

Auf der gesamten Tour erleben 52 Teilnehmer, wie Sport, Natur und Gemeinschaft die Stimmung heben kann. „Das Projekt möchte sowohl Betroffenen Mut machen, zu sich zu stehen, als auch Nicht-Betroffene ermutigen, Erkrankten offener entgegenzutreten“, sagt Sebastian Burger. Ihre positiven Erfahrungen tragen die 39 Betroffenen und 13 Nichtbetroffenen gleich nach außen: „Die Teams können den Menschen auf der Straße und hoffentlich zahlreichen Mitradlern ihren unverkrampften Umgang mit der Krankheit vorleben und damit Ängste und Vorurteile abbauen.“ Die MUT-TOUR sieht sich als Mutmacher, frei über eine Erkrankung zu reden, die mehr Tote fordert als der Straßenverkehr und häufiger zu einer frühen Rente führt als ein Rückenleiden. Die Tandemfahrer engagieren sich daher auch für das Gros der 4 Millionen Menschen, die in Deutschland unter einer Depression leiden.

MUT-TOUR 2016

Kurzer Zwischenstopp der MUT-TOUR 2016 an der Bergstraße.

MUT-TOUR fährt durch 70 Städte

Bei der 3. Auflage der MUT-TOUR radeln die Tandemfahrer in 12 Etappen quer durch die Republik. Im Durchschnitt legt die „Equipe d’Epression“ 63 Kilometer pro Tag zurück, die Satteltaschen bepackt mit Zelten, Outdoor-Dusche und Gaskochern. Übernachtet wird spartanisch, dafür an landschaftlich reizvollen Plätzen. Burger hat die Route zusammen mit GPS-Spezialisten des ADFC ausgearbeitet. Die Idee zur MUT-TOUR kam dem langjährigen ADFC-Mitglied, als er selbst in einem Winterblues steckte und sich mit Sport an der frischen Luft aus einer antriebsschwachen Phase half. Der Bremer Künstler fuhr schon als 19-Jähriger mit dem Rad von Frankfurt nach Peking. Mit Blinden radelte Sebastian Burger im Rahmen eines weiteren Projekts 2005 nach Singapur.

Partner machen die Tour erst möglich

Verantwortlich für die MUT-TOUR 2016 zeichnet der ADFC Bremen als Veranstalter. Der bundesweit tätige Interessenband depressiv Betroffener, die Deutsche Depressions Liga, ist Projektträgerin der Tour, institutionelle Schirmdame ist die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Die Aktion Mensch, die Techniker Krankenkasse, die Bad Laer Stiftung zur Förderung des Gesundheitswesens sowie die Kämpgen-Stiftung sind die Kostenträger des Projektes. Für LIEBE KOMMUNIKATION war es selbstverständlich, den Start der MUT-TOUR 2016 in Heidelberg/Weinheim redaktionell zu begleiten. Dem Team von Sebastian Burger wünschen wir allzeit gute Fahrt und viel Erfolg.

 

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